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Geschichte Kreide
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Die Kreide oder Kreidezeit ist das jüngste erdgeschichtliche Zeitalter am Ende des Mesozoikums (Erdmittelalter). Sie begann vor etwa 145 Millionen Jahren (Ende des Jura) und endete vor etwa 65 Millionen Jahren (Beginn des Känozoikums mit dem Paläogen).
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Ein schönes Ausflugsziel der Insel Rügen sind die Kreidefelsen an der Küste von Halbinsel Jasmund.
Fast zu 96 % besteht die Schreibkreide aus Ca Co 3 die vorwiegend aus kleinen Fossilien und organischen Ursprung sind. Vor etwa 80 Mio. Jahren, im Mesozoikum (Erdmittelzeit) erwärmte sich die Erdatmosphäre, wodurch riesige Gletschermassen abschmolzen, deren Wasser ganz Nordeuropa überflutete.
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Auf welcher Weise entstand nun dieser weiße Kalk, der die hoch aufragenden Steilufer an der Rügenschen Küste bildet?
Wie bei den meisten anderen Kalksteinen handelt es sich auch bei der Schreibkreide um eine Meeresablagerung. Eine unvorstellbare grosse Zahl allerkleinster Kalkschalen und Schalenbruchstücken von Meerestieren bildet die “Grundmasse”. Drei Viertel der Kreide sind winzige, aus feinsten Kalkscheiben bestehende Panzer einzelligerer Organismen, sogenannter Panzergeißeltierchen. Nur mit Hilfe eines Elektronenmikroskopes sind Einzelheiten dieses Coccolithen überhaupt erkennbar. Lediglich etwa 8% der Kreidebestanteile sind gößer als ein Zehntelmillimeter.
Schlämmt man die Kreide mit Wasser gründlich auf und gießt das ganz durch ein sehr feines Sieb, so bleibt ein geringer Rückstand. Trocknet man diesen und betrachtet ihn bei etwa 30facher Vergrösserung unter den Stereomikroskop, so erkennt man deutlich die schalen von einzelligen Wurzelfüßler (Foraminiferen), von Moostierchen (Bryozoen) und winzigen Muschelkrebsen (Ostrakoden).
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Mikrofosilien nennt man alle diese nur mikroskopisch erkennbaren und bestimmbaren, dafür aber in großer Anzahl vorhandenen Reste winziger Organismen. Milliarden kleiner und kleinster Schalen und Schalenbruchstücke von Meerestieren lagerten sich also im Laufe der Zeit am Grunde des Kreidemeeres ab. Die Dicke dieser Ablagerung wuchs pro Jahr etwa um einen halben Millimeter. In zehn Jahren bildete sich eine Kreideschicht von nur fünf Millimetern, in 1000 Jahren von nur etwa 50 Zentimeter. Aber in der Erdgeschichte rechnet man nach Jahrmillionen! Für die Bildung einer 500 Meter mächtigen Kreideschicht wäre (eine unterbrochene Ablagerung vorausgesetzt) ,,nur” eine Million Jahre erforderlich gewesen.
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Allein die Kreidezeit dauerte aber rund 70 Millionen Jahre! Durch den nacheiszeitlichen Anstieg des Meeresspiegels rückte die Ostsee gegen die Kreideaufwölbung vor. Dabei schuf sie jene Steilufer, an denen sie inzwischen schon länger als 5000 Jahre lang arbeitet. Mehr als einen Kilometer wichen seither auf Jasmund und Mön die Ufer zurück. Viel rascher als sich einst die Kreide am Meeresboden bildete, wird sie heute vom Meer weggespült.
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